Kupfervergiftung – Ursachen, Symptome & wertvolle Informationen zur ganzheitlichen Heilung.

Eine Kupfervergiftung ist eine überschüssige Ansammlung von Kupfer im Gewebe des Körpers. Die Leber und das Gehirn dienen dabei als primäre Speicherorte, wodurch das Kupfer eine Reihe von ernsthaften physischen und vor Allem auch psychischen Symptomen auslösen kann. Innere Unruhe, rasende Gedanken, Panik, chronische Erschöpfungszustände, Burnout und Depressionen sind dabei nur einige. Die Symptome werden von Ärzten und auch von Heilpraktikern allerdings oft nicht mit einem Ungleichgewicht des Kupferlevels in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist das Problem noch kaum bekannt – obwohl Tausende Menschen davon betroffen sind.

Erfahren habe ich das alles jedoch auch erst, nachdem ich selbst davon betroffen war. Aus dem Grund habe ich das dringende Bedürfnis hier so viele Informationen wie möglich weiter zu geben, um etwas Klarheit in das dunkle Feld dieser missverstandenen Krankheit zu bringen.

Wie reichert sich das Kupfer im Körper an? – Ursachen

Kupfer kann sich auf viele verschiedene Wege in unserem Körper anreichern, wobei die Quelle oder der Grund dafür nicht immer offensichtlich sind – das wachsende Problem allerdings deutlicher machen. Denn möglich ist eine übermäßige Ansammlung vor Allem durch:

  • das Trinken von Wasser aus Kupferleitungen (eins der am häufigsten genutzen Materialien für Wasserleitungen in Deutschland)
  • einer kupferhaltigen Ernährungsweise
  • die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit Kupfer
  • einen Zinkmangel – Zink und Kupfer sind Gegenspieler
  • Östrogene – fördern die Einspeicherung von Kupfer, weswegen auch die Pille einen begünstigenden Faktor darstellt
  • Stress – er steigert die Rentention von Kupfer um Energie bereitzustellen
  • der Verzehr biologisch angebauter Pflanzen – in der biologischen Landwirtschaft kommt oft Kupfersulfat als Pestizid zum Einsatz
  • das Tragen einer kupferhaltigen Verhütungsmethode wie der Kupferkette oder der Kupferspirale (das war die Ursache meiner Kupfervergiftung, weswegen mir dessen wachsende Beliebtheit Sorge bereitet. Meinen Erfahrungsbericht dazu kannst du hier lesen.)

Wie reagiert Kupfer in unserem Körper? – Symptome

Kupfer spielt eine essentielle Rolle in der Energieproduktion unseres Körpers und ist demnach, als Spurenelement, unverzichtbar für unseren Organismus. Übersteigt das Kupfer allerdings das normale Maß und wird im Gewebe eingelagert, wirkt es toxisch auf unseren Körper und Geist. Das Kupfer stimuliert die Nebennieren und daher die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Kortisol und Aldosteron. Es wirkt dabei wie Koffein oder sogar Amphetaminen und bringt den Körper in einen Zustand von dauerhaften Stress. Diese Stressreaktion in den Nebennieren verursacht eine weitere Speicherung von Kupfer in der Leber (zur schnelleren Bereitstellung von Energie) und zusätzlich die Eliminierung von Zink und Magnesium aus dem Körper (beide Mineralien haben einen beruhigenden Effekt auf das Nervensystem). Damit ist ein Kreislauf geschaffen, der den gesamten Mineralhaushalt des Körpers aus dem Gleichgewicht bringt, die Nebennieren und die Leber weiterhin erschöpft und den gesamten Energiehaushalt des Körpers schwächt.

Diese Überlastung führt außerdem zu einer fehlenden Bildung des Proteins Ceruloplasmin in der Leber, welches essentiell ist um Kupfer zu binden und in der Blutbahn zu transportieren. Ohne das wichtige Bindungsprotein liegt das Kupfer im Körper in einer für ihn nicht verfügbaren Form vor (biounavailable). Der Körper kann dadurch nicht nur Symptome einer Kupfervergiftung aufzeigen, sondern außerdem auch Symptome eines Kupfermangels! Je erschöpfter der Energiezustand des Körpers ist, desto weniger ist die Leber in der Lage Ceruloplasmin zu produzieren.

Durch diesen Kreislauf, der die Nebennieren, das Nervensystem und das Gehirn die gesamte Zeit überstimuliert, können eine Reihe an psychischen Symptomen ausgelöst werden:

  • Panikattacken
  • Angst
  • Unruhe
  • Rasende Gedanken
  • Gehirnnebel
  • Nervosität
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Reizbarkeit
  • Gedächtnisverlust
  • Negative Gedanken
  • Burnout
  • Rückzug / Isolation
  • Veränderung der Persönlichkeit
  • Stimmungsschwankungen
  • Verzweiflung / Hoffnungslosigkeit
  • Suizid Gedanken
  • Depersonalisation
  • Verminderte Selbstwahrnehmung
  • Emotionale Betäubung/ Apathie
  • Paranoia/ Verwirrung/ Orientierungsverlust
  • Schizophrenie/ Fehlwahrnehmungen
  • Alzheimer
  • ADHS

Neben den psychischen Symptomen kann es zusätzlich, auf Grund des permanenten Stress, des Ungleichgewichts der Mineralien, sowie der auf Dauer erschöpften Nebennieren und der Leber, zu einer Reihe weiterer Beschwerden kommen:

  • Chronische Erschöpfung
  • Libidoverlust
  • Blutarmut
  • Allergien
  • Schwaches Immunsystem
  • Schlafstörungen
  • Verstopfung
  • Gelenkschmerzen
  • Schnelle Unterzuckerung
  • Kopfschmerzen
  • Langsamer Stoffwechsel
  • Starke PMS
  • Heißhungerattacken auf kupferhaltige Lebensmittel (zum Beispiel Schokolade)
  • Unfruchtbarkeit
  • Pilzinfektionen (z.B. Candida)
  • Übelkeit
  • Unterfunktion der Schilddrüse
  • Nebennierenschwäche
  • Haarausfall
  • Krebs

Wie kann sich unser Körper vom Kupfer befreien? – Heilung

Eine Pille, die das überschüssige Kupfer im Nu aus dem Körper zieht, gibt es leider nicht – wie oft habe ich sie ersehnt. Unser Körper entscheidet, welche Mineralien und wie viel er ausscheidet bzw. ausscheiden kann, was er besser einlagert und wie die Zusammensetzung in unserem Mineralhaushalt in diesem Moment aussehen soll, damit er auf äußere Reize ideal reagieren kann. Diese Vorgänge werden vom vegetativen Nervensystem gesteuert, worauf wir nur indirekt Einfluss nehmen können. Allerdings können wir unserem Körper die besten Voraussetzungen bieten, die es ihm ermöglichen das Kupfer zu entgiften und die Organe wieder in einen Ruhezustand zu versetzen.

Bitte sei dir bewusst, dass Geduld und Vertrauen bei dieser Entgiftung eine riesige Rolle spielen. Je nach der Menge des überschüssigen Kupfers und dem Energiehaushalt des Körpers, kann es zwischen 6 Monate bis hin zu mehreren Jahren dauern, bis der Kupferwert wieder ein normales Maß erreicht hat und die Symptome einer Kupfervergiftung vollkommen verschwunden sind. Ich habe an meinem eigenen Körper spüren müssen, wie stark die Symptome sein können und wie sehr sie das eigene Leben erschüttern können. Die folgenden Hilfsmittel und Wege können dem Körper allerdings bei der Heilung enorm unterstützen.

Ursache eliminieren

Je weniger Kupfer dem Körper von Außen zugeführt wird, desto schneller ist er in der Lage sich von der Vergiftung zu erholen. Dazu gehört vor Allem die eigentliche Ursache der Kupfervergiftung ausfindig zu machen und zu eliminieren. Nur wenn die Ursache ausgeschaltet wird, ist der Körper in der Lage mit seinen Entgiftungsmaßnahmen, die er bereits die ganze Zeit durchführt, Erfolge zu verzeichnen. Sollte deine Kupfervergiftung durch eine kupferhaltige Verhütungsmethode entstanden sein (wie bei mir), dann ist es essentiell (!) diese Kupferkette/Kupferspirale entfernen zu lassen!

Haarmineralanalyse

Nachdem die Quelle gefunden und beseitigt wurde, ist es unheimlich hilfreich, Klarheit in den aktuellen Zustand des Körpers zu bringen. Klarheit über die Menge des im Körper angesammelten Kupfers, über Mängel und Überschüsse anderer Mineralien, über den Zustand der Nebennieren, sowie den Anteil an anderen Schwermetallen. Auch, wenn du dir nicht sicher bist, ob eine Kupfervergiftung die Ursache deiner Symptome ist, kann eine Haarmineralanalyse hilfreich sein.

Wichtig zu wissen ist: eine Kupfervergiftung steht nie für sich alleine, da Kupfer auch andere Mineralien, vor Allem Zink, Magnesium, Calcium und Kalium beeinflusst. Viele Symptome, die mit einer Kupfervergiftung in Zusammenhang gebracht werden, können daher auch durch einen Magnesium- oder Zinkmangel, durch geleerte Kaliumspeicher oder durch einen Calciumüberschuss ausgelöst werden. Solche Zusammenhänge können zwar beobachtet werden, dennoch reagiert jeder Körper anders auf äußere Umstände. Mit den Informationen über den persönlichen Mineralhaushalt des eigenen Körpers schaffen wir die besten Voraussetzungen für einen Entgiftungs- und Ernährungsplan, der gezielt darauf abgestimmt ist, die Mineralien deines Körpers wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Erst wenn wir die Mineralien untereinander ausbalancieren, kann der Körper vollständig heilen.

Hinweis: eine Blutuntersuchung kann den momentanen Kupfergehalt im Körper nicht widerspiegeln. Toxische Substanzen, wie in diesem Fall Kupfer, werden vom Körper aus dem Blut sofort entfernt und im Gewebe eingelagert um einen möglichst geringen Schaden anzurichten.

Die Haare hingegen sind ein Teil des Gewebes und eine Möglichkeit des Körpers, sich von überschüssigen Substanzen zu befreien. Aber, auch die Haarmineralanalyse kann nicht immer 1 zu 1 übersetzt werden, denn es entscheidet immer noch der Körper, welche Mineralien er in die Haare auslagert. Auch können hohe Werte ein Zeichen für einen Verlust und somit einen Mangel sein (oft bei Magnesium der Fall). Zeigt das Ergebnis der Haarmineralanalyse allerdings einen hohen Kupferwert, ist das ein Zeichen dafür, dass sich zu viel Kupfer im Körper befindet. Doch selbst wenn das Kupfer einen niedrigen oder normalen Wert hat, können folgende Zeichen darauf hinweisen, dass eine versteckte Kupfervergiftung vorliegt und das Kupfer (bisher noch nicht) in die Haare verlagert wurde:

  • Ca > 100
  • Ca/K > 10
  • Zn/Cu < 6
  • Cu/Mo > 625
  • Mo < 0.003
  • K < 3
  • Na/K < 2

Weitere Informationen zur Haarmineralanalyse findest du hier. Solltest du Hilfe bei der Auswertung brauchen, schreib mir gerne eine Email.

Als Empfehlung gebe ich immer die Haarmineralanalyse von Verisana, da sie mit dem Labor Trace Elements (USA) zusammen arbeiten.
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Kupferhaltige Lebensmittel

Je nach Zustand der Leber und den Nebennieren, kann der Körper, durch das fehlende Transportprotein Ceruloplasmin, die Möglichkeit verlieren das Kupfer zu transportieren und somit nutzen zu können. Dadurch kann er ein starkes Verlangen nach kupferhaltigen Lebensmitteln entwickeln. Dem nachzugehen, kann den Zustand allerdings verschlimmern! Auch die Symptome können direkt nach dem Verzehr kupferhaltiger Lebensmitteln verstärkt auftreten.

Viel Kupfer enthalten Nüsse, Hülsenfrüchte, Samen (Kürbiskerne sind auf Grund des hohen Zink Gehalts ok), Sojabohnen, Shiitake Pilze, Kokosnüsse, Avocados, Kakao und Kaffee.

Leitungswasser

Kupfer ist eins der am häufigsten genutzen Materialien für Wasserleitungen in Deutschland! Dabei können, je nach Zustand der Leitungen, enorme Mengen an Kupfer in das Wasser gelangen. Sinnvoll ist es daher, das Leitungswasser zu filtern und auch zum Kochen nur gefiltertes Leitungswasser zu nutzen. Eine Alternative, auch für unterwegs, ist gekauftes Quellwasser in Glasflaschen.

Biologisch angebaute Pflanzen

Wie oben erwähnt, kommt bei der biologischen Landwirtschaft oft Kupfersulfat als Pestizid zum Einsatz. Davon betroffen sind vor Allem Kartoffeln, Äpfel, Gurken und Kohl. Demeter stellt in manchen Fällen eine Ausnahme dar. Ich bin absolut dafür, biologisch angebaute Pflanzen den konventionell angebauten vorzuziehen, da chemische Pestizide jede Menge Schaden anrichten können und biologisch angebaute Pflanzen deutlich mehr Nährstoffe enthalten! Allerdings kann es in diesem Extremfall sinnvoll sein, die oben genannten Pflanzen in Bioqualität für eine Weile zu begrenzen.

Zinkhaltige Ernährung

Zink ist der direkte Gegenspieler von Kupfer. Eine zinkhaltige Ernährung führt daher automatisch zu einer Eliminierung von Kupfer. Tendentiell enthalten pflanzliche Lebensmittel weniger gut verfügbares Zink. Aus dem Grund und auch, weil beinahe alle pflanzlichen Proteinquellen (Hülsenfrüchte, Nüsse) viel Kupfer enthalten und besser gemieden werden sollten, wird bei einer Kupfervergiftung oft empfohlen Fleisch zu sich zu nehmen und so eine vegane und vegetarische Ernährung zu meiden.

Ich sehe das zwiegespalten, da Fleisch den Körper auf viele andere Weisen belasten kann. Allerdings scheint es so zu sein, dass vegan lebende Menschen am längsten brauchen um sich von einer Kupfervergiftung zu erholen.

Zinkhaltige pflanzliche Lebensmittel sind z.B. Hafer und Kürbiskerne. Um das Zink in Hafer für unseren Körper verfügbarer zu machen, ist es ratsam Rohkost Haferflocken zu kaufen oder selbst zu pressen und sie vor dem Verzehr ein paar Stunden in Wasser einzuweichen.

Entgiftungsorgane unterstützen

Bei jeglicher Vergiftung werden die Entgiftungsorgane stark gefordert. Allerdings sind sie es, wovon die erfolgreiche Entgiftung abhängt! Kupfer wird hauptsächlich über die Leber und die Galle ausgeschieden, die darunter extrem leiden können. Unterstützen können wir sie in erster Linie durch das Trinken von viel reinem Wasser, Zitronenwasser am Morgen und frisch gepressten Säften, dem Vermeiden von Toxinen (auch Genussgifte wie z.B. Alkohol) und einer vollwertigen Ernährung. Pflanzen, die die Leber unterstützen können, sind vor Allem Mariendistel, aber auch Löwenzahnwurzel, Artischocke und Kurkuma.

Kaffeeeinläufe

Kaffeeeinläufe stimulieren die Produktion der Galle und helfen somit, Toxine aus dem Körper zu leiten. Auch normale Einläufe mit Wasser können dem Körper helfen sich von Giftstoffen zu befreien.

Sauna

Saunagänge können helfen das Kupfer über die Haut auszuscheiden. Vor Allem die Infrarot Sauna hat einen entgiftenden Effekt und hilft die Entgiftungssymptome zu lindern.

Nahrungsergänzungsmittel

Die Nährstoffe, die bei einer Kupfervergiftung vor Allem im Vordergrund stehen, sind Zink, Magnesium, Vitamin B6 und Vitamin C.

Durch das überschüssige Kupfer und dem enormen Stress aufs Nervensystem sind die Speicher dieser Nährstoffe oft geleert und werden in erhöhter Menge benötigt. Zink ist der natürliche Gegenspieler von Kupfer und kann daher Kupfer aus dem Gewebe lösen, Magnesium unterstützt die Entgiftung von Kupfer und wirkt beruhigend auf das Nervensystem, Vitamin B6 löst ebenfalls Kupfer aus dem Gewebe und Vitamin C ist unheimlich wichtig für die Gesundheit der Nebennieren, sowie der Leber und kann darüber hinaus die Symptome einer Kupferentgiftung lindern.

Nahrungsergänzungsmittel können dafür hilfreich sein. Allerdings ist es wichtig hier enorm aufzupassen: eine hohe Dosierung kann eine zu schnelle Freisetzung des Kupfers aus dem Gewebe bewirken. Wenn die Entgiftungsorgane und der Körper in dem Moment nicht stark genug sind um all das Kupfer auszuleiten, kann es in andere Bereiche des Körpers wieder eingespeichert werden (z.B. das Gehirn) und so den Gesundheitszustand verschlechtern. Deswegen ist es wichtig, mit einer niedrigen Dosierung zu starten und die eigenen körperlichen Reaktionen zu beobachten. Bei Zink ist es ratsam generell nicht mehr als 15-20 mg/ Tag zu sich zu nehmen.

Ich möchte hier außerdem darauf hinweisen, dass es sich bei diesen Ernährungsempfehlungen um grobe Richtwerte handelt. Diese Richtwerte sollen das Ungleichgewicht der Mineralien ausgleichen, die, in den meisten Fällen, bei einer Kupfervergiftung auftreten. Eine Haarmineralanalyse (s.o.) kann Klarheit darüber bringen, welche Mineralien in deinem bestimmten Fall von Bedeutung sind.

Ein weiteres Nahrungsergänzungsmittel, welches bei einer Kupfervergiftung, aber auch generell sehr gut bei der Entgiftung des Körpers hilft, ist MSM.

Entgiftende Pflanzen

Es gibt dazu viele Pflanzen, die dem Körper helfen können, die Entgiftung des Kupfers voran zu treiben. Dazu zählen schwefelhaltige Lebensmittel (Knoblauch, Zwiebeln, Bärlauch), Petersilie, Koriander und Algen (z.B. Kelp). Allerdings möchte ich auch hier darauf hinweisen, dass es unheimlich wichtig ist, langsam zu entgiften um dem Körper nicht zu überlasten (s.u. Heilkriese).

Stimulanzien meiden

Der Körper steht, auf Grund des stimulierenden Effekts des Kupfers, permanent unter akutem Stress. Es ist daher unheimlich wichtig, eine weitere Stimulation und somit eine weitere Stressquelle zu vermeiden. Kaffee, Mate, Guarana, Amphetamine, schwarzen und grünen Tee und alles andere, was Koffein enthält oder irgendwie stimulierend auf das Nervensystem wirkt, sollte besser vermieden werden.

Zucker und raffiniertes Mehl meiden

Leere Kohlenhydrate stellen dem Körper sofort Energie bereit, lassen den Glukose Spiegel im Körper übermäßig ansteigen und wirken somit ebenfalls stimulierend auf das Nervensystem. Sie entleeren außerdem den, ohnehin oft bereits kritischen, Minerhaushalt des Körpers und bringen ihn so noch mehr aus dem Gleichgewicht. Ein konstanter Blutzuckerspiegel ist essentiell um die Stressbelastung des Körpers niedrig zu halten und die Nebennieren zu schonen!

Stressmanagement

Das Hauptsymptom mit dem der Körper während einer Kupfervergiftung zu kämpfen hat ist Stress. Oft ist die Unfähigkeit mit Stress umzugehen ein essentieller Mitauslöser, da durch Stress Kupfer angesammelt wird, was wiederum weiteren Stress auf den Körper auslöst. Dieser Kreislauf muss durchbrochen werden um den Körper zu heilen und eine spätere Wiederansammlung von Kupfer zu vermeiden. Die äußere Ruhe kommt in dem Fall vor der inneren. Sich selbst weiter zu Leistungen zu zwingen, obwohl die Psyche es eigentlich nicht mehr zulässt, oder Dinge zu tun, die nicht einem selbst und der inneren Wahrheit entsprechen, schwingen irgendwann ins Gegenteil: irgendwann sind das Nervensystem, die Nebennieren und die Psyche auf Grund des hohen Stresspegels so erschöpft, dass der Körper komplett herunterfährt und selbst kleine Belastungen nicht mehr möglich sind – Stichwort: Burnout. Früher Nachgeben ist sinnvoll. Umdenken ist sinnvoll. Schau dir deine aktuelle Arbeitssituation, Beziehungen und generelle Lebensumstände ganz genau an. Eventuell sind Veränderungen notwendig. Nimm dir die Zeit um die Stressquellen in deinem Leben zu verringern oder zu eliminieren und gib dir regelmäßig die Erlaubnis nichts zu tun.

Ruhe

Die Beruhigung des überreizten Nervensystems ist essentiell. Auf Grund von rasenden Gedanken, körperlicher Nervosität und Panikzuständen fehlt die innere Ruhe. Das ist auf Dauer sehr belastend. Versuchen wir daher das Nervensystem so sehr zu beruhigen, wie es der körperliche Zustand in dem Moment zulässt. Yoga und Meditation können dabei sehr helfen. Ausreichend Schlaf ist essentiell. Auch Atemtechniken, QiGong, autogenes Training und Spaziergänge in der Natur sind sehr wertvoll. Wichtig ist, die Reize um sich herum und die eigenen Gedanken einmal zum Erliegen zu bringen, damit die innere Ruhe wieder spürbarer wird.

Auch einige Pflanzen können helfen, die innere Ruhe wieder zu finden. Dazu zählen z.B. Aswaghandha, Johanniskraut, Zitronenmelisse und Haferkrauttee.

Hinweis: leichte körperliche Betätigungen, wie Spazierengänge und Yoga sind definitiv hilfreich um Stress im Körper abzubauen. Sehr aktive Sportarten, wie z.B. joggen, scheinen im ersten Augenblick auch dabei zu helfen, allerdings lösen sie im Körper ebenfalls eine Stressreaktion aus und können so die Nebennieren weiter belasten.

Heilkrise

Während des Entgiftungsprozesses können immer wieder Entgiftungssymptome auftreten, sie sich im Grunde darin äußern, dass sich die vorhandenen Symptome der Kupfervergiftung kurzzeitig verschlimmern. Bei der Entgiftung wird Kupfer aus dem Gewebe gelöst und zirkuliert vorerst frei im Blut, bevor es über die Entgiftungsorgane ausgeschieden wird und so den Körper verlassen kann. Diese Entgiftungssymptome treten zwar nur vorrübergehend auf, allerdings können sie trotzdem sehr belastend sein und in Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit enden. Unheimlich wichtig ist es daher, seinem Körper Zeit zu geben und sehr langsam zu entgiften. Den Körper mit der Entgiftung zu überfordern verschlimmert lediglich den Gesundheitszustand, indem es die Nebennieren und Leber überlastet und zu einer eventuellen Umverteilung in andere Organe (wie das Gehirn) führt. Das kann zu weiteren Symptomen führen und den Körper enorm schwächen. Gib deinem Körper die Zeit, die er braucht.

Ruhe, Meditation, Zeit in der Natur, das Trinken von viel Wasser, aber auch Sauna und Basenbäder können die Entgiftungssymptome lindern.

Emotionale Unterstützung

Durch das Kupfer wird das Gehirn permanent stimuliert. Dadurch können tiefliegende Ängste und emotionale Konflikte in unser Bewusstsein treten. Genau das empfinde ich als unheimlich heilsam, gleichzeitig ist es natürlich aber auch sehr belastend. Es können einige Themen zusammen kommen, die verarbeitet werden wollen. Eine Therapie kann dabei sehr hilfreich sein. Hilfreich kann es auch sein, die eigenen Gedanken aufzuschreiben und sich den engsten Menschen um einen herum anzuvertrauen. Auch wenn sie die Situation und Gefühlswelt nicht nachempfinden können, können sie trotzdem mehr Verständnis für die, manchmal vielleicht irrationalen, Handlungen entwickeln und einem beiseite stehen. Die Kupfervergiftung kann einen dazu bringen, das eigene Leben komplett zu überdenken, Arbeitssituationen zu verlassen, Beziehungen mit Menschen zu verändern, Emotionen aufzuarbeiten und sich selbst immer mehr zu leben. Das Kupfer hat eine enorme Auswirkung auf die Psyche, weswegen die Heilung auch auf geistiger Ebene stattfinden muss.

Gleichgesinnte

Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie einsam diese Krankheit einen fühlen lassen kann. Ärzte sind mit einer Kupfervergiftung selten vertraut und auch die Menschen um einen herum sind oft nicht in der Lage, die emotionalen Reaktionen, die in einem vorgehen, nachzuvollziehen. Den größten Schritt in meiner Heilung habe ich gemacht, als ich begonnen habe mich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und so mit Menschen zu reden, die persönliche Erfahrung mit dieser Krankheit haben. Über die Erfahrungen zu reden, verstanden zu werden und Tipps zu bekommen, kann eine wertvolle Hilfe sein um aus der Spirale der Angst und Depression auszubrechen.

Tausende Gleichgesinnte triffst du in Facebook Gruppen über Copper Toxicity, z.B. hier.

Eine liebe Frau, die mir auf meinem Weg sehr geholfen hat, leitet eine wundervolle Gruppe von Frauen, die sich gegenseitig unterstützen (auf englisch). Mehr Informationen findest du hier.

Solltest du sonst generell Fragen haben oder Unterstützung suchen, schreib mir gerne eine Email.

Akzeptanz und Dankbarkeit

Was essentiell wichtig ist auf dem Weg der Heilung ist die Akzeptanz des eigenen gesundheitlichen Zustandes. Die Akzeptanz der emotionalen und körperlichen Grenzen und die Hingabe zur eigenen Heilung. Die Heilung der Kupfervergiftung erfordert mehr als die Einnahme von ein paar Pflanzen und Nahrungsergänzungsmitteln. Sie erfordert zum Teil Veränderungen in der beruflichen Situation, das Schaffen von mehr Ruhe und Schlaf, die Eliminierung von stressigen Aktivitäten und das aktive Zuhören auf die Bedürfnisse des eigenen Körpers. Das Fühlen von Akzeptanz der aktuellen Situation gegenüber ist heilsam. Genauso wie das Ablegen von Vergleichen mit anderen Menschen. Nehmen wir den aktuellen Moment an, so wie er ist, können wir trotz dessen eine innere Ruhe erfahren. Jede Erfahrung kommt aus einem bestimmten Grund zu uns.

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Eine Kupfervergiftung kann, durch die enormen Auswirkungen auf die eigenen Emotionen, als Katalysator für die eigene innere Entwicklung dienen – wenn wir bereit sind, uns mit diesen Emotionen wirklich auseinander zu setzen und anfangen dem Körper bewusst zuzuhören. Gegen die Kupfervergiftung gibt es keine Pille, die den Körper wieder heile machen kann, weswegen es an uns liegt den Körper mit den Mineralien und den Lebensumständen zu versorgen, die er braucht um das gesamte Energie System heilen zu können. Das alles braucht Zeit und Kraft und ist mit viel Verständnis dir selbst, sowie mit Vertrauen dem Körper gegenüber verbunden. Doch sobald die Entgiftung voranschreitet, kommt langsam die wahre Persönlichkeit, sowie die innere Ruhe zurück.

Weitere Informationen:

Weiterführende Links:

http://www.coppertoxic.com
http://www.drlwilson.com/articles/copper_toxicity_syndrome.htm?fref=gc
http://www.drgangemi.com/health-articles/hormone-health/iud-pain-problems/
http://www.arltma.com/Articles/CopperToxDoc.htm
http://www.arltma.com/Articles/CopperElimDoc.htm

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